Normens Weltreise 60 – Der Argentinier als solcher!
Mail vom 2. Okt. 2006
Irrefuehrende Ueberschriften. Wie haeufig schon mussten Leser dieser Zeilen sich Fragen, was fuer ein Bloedsinn diesmal wieder folgt und nun das: Der Argentinier als solcher. Dabei kann der Autor nach Ankunft in Buenos Aires ja noch nicht einmal vom Argentinier als solchen, sondern nur von Buenos Aireser (verdammte Pluralform) an sich sprechen. Da das aber ausformuliert total bescheuert klingt, muss der Argentinier als solcher sofort einmal den Kopf hinhalten, was er ja an sich ganz gut kann.
Angekommen in Suedamerika. Argentinien, das bedeutet Tango, Fleisch, Gelassenheit, mediterrane Lebensfreude, abends auf der Strasse hocken und Mate-Tee trinken. Zumindest bekommt man das von Leuten erzaehlt, die angeblich schon mal da waren. Von Tango ist auf dem ”Ezeiza”-Flughafen noch nichts zu sehen, aber von Latino-Gelassenheit, als der erste Taxifahrer auf mich zulaeuft und es gleich mit dem Klassiker versucht:
”Amigo, 50 Dollar Taxi to City! Isse nomale Taxipreis, Senior!”. – Klar, Fernando (steht auf seinem Namensschildchen)! Und warum sehe ich hier bei dem Fahrpreis weit und breit keine S-Klasse parken? Ist das Dein alter Renault da? Vergiss es, was also kostet ein Bus in die Innenstadt? – Bus? Da fahren keine Busse hin! – Sportsfreund: Selbst im hintersten Afrika fahren Busse vom Flughafen in alle Richtungen! Du darfst Dir jetzt jemand anderes suchen, ich fahr mit dem Bus!


Der offizielle Bus faehrt nicht nur jede halbe Stunde fuer umgerechnet 60 Cents in die City, sondern auch direkt vor meine Nase davon. Daher gilt es Alternativen in Betracht zu ziehen. Schliesslich war der Flieger ja nicht umsonst mit 400 Personen aus Suedafrika bestueckt. Warum also nicht einfach auf Afrikaans in die Menge rufen: Wer faehrt denn hier in die City und kann mich mitnehmen? Prompt rufen vier Leute eines suedafrikanischen Fussballteams ”hier” und freuen sich ueber einen Afrikaans sprechenden Deutschen. (weiterlesen…)